Die versteckten Funktionen ihres Antivirenprogramms

Nutzen Sie Ihr Antivirenprogramm richtig?
Antivirenprogramme nur zum Virenscan war gestern, mittlerweile bieten sie noch weitere Sicherheitsfeatures

Die klassische Funktion des Antivirenprogramms dient dazu das System nach infizierten Dateien zu untersuchen. Das geschieht auf zwei unterschiedliche Art und Weisen: Signatur-Scanning und Heuristic-Scanning. Beim Signatur-Scanning wird der Quellcode der Programme nach einem Schadcode untersucht. Dazu nutzt das Programm vom Hersteller hinterlegte Signaturen, um den Schadcode zu identifizieren. Danach wird dem Nutzer der Virenfund dann gemeldet.

Beim Heuristic-Scanning handelt es sich um statistische Analysen. Aufgrund der steigenden Komplexität an Variationen von Viren reichen signaturbasierte Scanner nicht mehr aus. Hierbei werden Programme nach ihrem Verhalten beurteilt. Dadurch können neue, unbekannte Viren erkannt werden, die als nützliche Programme getarnt in das System geschleust wurden und noch nicht an ihrer Signatur erkannt werden können. Die heuristische Methode bewertet das Verhalten der Schadprogramme nach ihrer ursprünglichen Absicht und der ausgeführten Anwendung. Stimmen diese beiden Verhaltensweisen nicht miteinander überein wird das Programm blockiert bzw. als schädlich identifiziert und gemeldet.

In Deutschland sind die Internetnutzer gut aufgestellt, da nur ca. 14,5% der Deutschen keinen aktiven Virenschutz besitzen. Aber nur, weil über 80% der Deutschen ein Virenprogramm auf dem Rechner installiert haben, heißt es nicht, dass alle Funktionen genutzt werden. Avast! Free Antivirus ist aktuell der führende Anbieter unter den kostenfreien Antivirenprogrammen. Es besitzt nicht nur die meisten Marktanteile, sondern wurde von der Vereinigung bleib-Virenfrei als beste kostenfreie Antivirenlösung  ausgezeichnet. Wir stellen Ihnen daher exemplarisch die Funktionen von diesem vor, weisen jedoch auch darauf hin, dass andere Virenprogramme vergleichbare Funktionen besitzen. Das Virenprogramm scannt nicht nur nach Viren, sondern bietet auch noch weitere Sicherheitsfeatures an. Welche im Folgenden vorgestellt werden:

Es überwacht den Dateizugriff als auch den gesamten Mailverkehr beim Virenscan. Zudem ist es einfach zu bedienen. Es bietet Schutz für Tauschbörsen-Tools, einen Messenger-Scanner und einen Benachrichtigungsdienst. Außerdem lässt sich für jedes Feature ein individueller Wirkungsgrad einstellen, um die Sensibilität des Scanners nach eigenen Bedürfnissen auszurichten. Die regelmäßigen Streaming-Updates halten die Signaturdatenbank stets aktuell. Außerdem bietet die Software ein Feature um nach anderer veralteter Software im System zu suchen und bietet dazu die passenden Updates an, damit das System keine Schwachstellen für potentielle Trojaner oder Viren offen lässt. Diese Technik wird durch Signaturen ermöglicht (Digitale Fingerabdrücke) und ist stellt eine einfache Variante von unserer Eigenentwicklung Minerva da.

Ein weiteres Feature ist das Browser-Clean-Up-Tool durch welches Toolbars und Add-ons aus dem Browser entfernt werden können, da diese durch Adware in der Installation von neuer Software oft mit installiert werden.

Im Avast! Free Antivirus Programm können auch Passwörter sicher wie in einem Tresor aufbewahrt werden, damit Anmeldungen per einem Klick ausgeführt werden können und dabei abgesichert zu sein. Der Passwort-Manager von Avast! Free Antivirensoftware kann dazu genutzt werden ein starkes Passwort automatisch zu generieren, außerdem kann es wenn es auf mehreren Geräten genutzt wird die Passwörter synchronisieren. Es werden Passwörter automatisch auf Webseiten ergänzt, um eine Zeitersparnis zu erhalten und das Passwort nicht anderweitig aufzubewahren. Passwörter die direkt vom Browser gespeichert wurden, können mit einem Klick dem Passwort-Manager zur besseren Aufbewahrung hinzugefügt werden. Neue Passwörter werden sogar automatisch im Passwort-Manager aufgenommen und jedes Passwort wird dabei im Passwort-Manager verschlüsselt abgespeichert.

Durch die Partnerschaft mit Google Chrome bietet Avast! ein Plugin für den Browser an, der die Aktivitäten beim Surfen überwacht und vor potenziell gefährlichen Webseiten warnt. Die Warnhinweise werden durch die Community gespeist, da Avast! die Daten seiner Nutzer analysiert und auswertet.

Doch, wie können Sie das Programm einstellen, um alle Features für sich optimal zu nutzen? Dazu geben wir Ihnen nun X Tipps, um Ihr Antivirenprogramm vollständig nutzen zu können.

  1. Grundlegend sollte das Antivirenprogramm so konfiguriert sein, dass es beim Hochfahren des Rechners automatisch aktiviert wird. Es beginnt seine Suche dann direkt mit den Autostart-Programmen, da Schadprogramme direkt beim Start des Rechners aktiv werden wollen.
  2. Für den optimalen Schutz durch Avast! Free Antivirus müssen die einzelnen Features aktiviert und die Einstellungen angepasst werden. Es kann eingestellt werden zu welchen regelmäßigen Zeiten das System gescannt werden soll und worauf es sich beschränken soll, da es auch USB-Sticks, Laufwerke und Rootkits überprüft.
  3. Die Aktivierung von automatischen Updates der Antivirensoftware ist wichtig, damit die aktuellen Signaturen und das Programm aktuell gehalten werden. Denn nur so kann das System vor den neuesten Gefahren geschützt werden.
  4. Um Sicherheitslücken frühzeitig zu erkennen ist es sinnvoll den Cloud-Dienst zu nutzen. Denn es wird abgeglichen wie andere Nutzer mit einem Befund umgegangen sind und die entsprechende Datei dann als gefährlicher eingestuft. Abgerundet wird das Programm durch das Wissen der Community. Wenn Sie das möchten werden anonyme Berichte bei Funden zur Verbesserung der Virenerkennung an Avast! versendet und im Gegenzug kann der Cloud-Dienst genutzt werden. Somit können Sie schneller auf Sicherheitslücken aufmerksam gemacht werden und von den Erfahrungen anderer Nutzer profitieren.
  5. Avast! nutzt ein Popup für Informations- und Updatemeldungen. Diese können auf bis zu einer Sekunde Anzeigedauer verkürzt werden, wenn sie als störend empfunden werden. Bei Warn- und Alarmmeldungen sollten Sie das jedoch nicht tun, um keine Befundmeldung zu verpassen.
  6. Falls noch weitere Nutzer Ihren Rechner benutzen können Sie Avast! mit einem Kennwort schützen. Dann kann auch niemand das Virenprogramm oder die Popup-Meldungen deaktivieren. Damit Sie nach Aktivierung und Ausschöpfung der Funktionen von Avast! auch umfassend geschützt sind, sollten Sie die Grundeinstellung zur Befundsuche eingestellt. Das Programm bietet ansonsten die Möglichkeit den Grad der Sensibilität bei der Virensuche einzustellen, jedoch könnten so potentielle Gefahren übersehen werden.

  1. Eine weitere wichtige Funktion ist das Erstellen eines Notfall-USB-Sticks oder einer Notfall-CD. Für das Anlegen des Notfall-USB-Sticks öffnen Sie zunächst Avast! Free Antivirensoftware und gehen auf den Bereich „Werkzeuge“. Dann haben Sie die Möglichkeit den Datenträger auszuwählen (ob USB-Stick oder CD). Der USB-Stick muss leer und mindestens 500 MB groß sein. Einfach das Speichermedium einstecken, den Button USB auswählen und anschließend auf USB installieren klicken. Im nächsten Schritt müssen Sie die Sicherheitsabfrage bestätigen, dass die Daten des ausgewählten Laufwerks gelöscht werden. Der Virenscanner lädt dann das entsprechende Toolkit von der Herstellerseite herunter und richtet es ein. Beim ersten Anlegen dauert der Vorgang etwas länger, bei erneuten Vorgängen werden lediglich die geänderten Virensignaturen auf den Datenträger geschrieben. Testen Sie nach dem abgeschlossenen Vorgang das Rettungsmedium und führen Sie einen Scan durch, damit Sie sicherstellen können, dass ihr Rettungsmedium auch funktioniert.

Abschließend können wir Ihnen nur empfehlen sich mit Ihrem Antivirenprogramm auseinanderzusetzen. Wie exemplarisch an Avast Free Antivirus gezeigt besetzt es weitaus mehr Funktionen als nur das Scannen nach Viren und einige davon können sehr nützlich sein.

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